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Der Südfriedhof

...wenn die Grabsteine reden könnten

Steigende Bevölkerungszahlen und die Stadtentwicklung machten einen neuen Friedhof erforderlich. 1911 wurde der Südfriedhof an der Bonnstraße eingeweiht. War bei dem Alten Friedhof in der Mühlenstraße der architektonische Grundgedanke für die Gestaltung das christliche Kreuz, so wurde die Anlage des Südfriedhofes als Parklandschaft mit geschwungenen Wegen und üppiger Vegetation gestaltet.

Treff: Haupteingang Südfriedhof, Bonnstraße

Dauer: 1 1/2 Stunden


Die gute Stube von Brühl

Vom Brühler Tanzpavillon zum Belvedere

Im neuen Baedecker von 1852, "Rheinreise von Basel bis Düsseldorf", heißt es: Pavillon und Belvedere sind als Gasthäuser zu empfehlen. Das ehemalige Tanzhaus, genannt Brühler Pavillon, wurde 1844 als vornehmer Treffpunkt der Kölner und Brühler Gesellschaft errichtet. 1870 zu einem Hotel erweitert, wurde das Gebäude 1918-1990 für karitative Zwecke genutzt. Zur Zeit erfolgt der Umbau zum Max Ernst Museum.

Für die alten Brühler war das Belvedere die "Gute Stube" und der Mittelpunkt des geselligen und kulturellen Lebens. 1748 als Hubertusburg erbaut, wurde das Gebäude ab 1817 als Gasthof und Posthalterei genutzt. Um 1900 erfolgte der Anbau eines Festsaals mit Bühne. Abriss im Jahr 1971. In dem Rundgang vom Brühler Pavillon, Comesstr. 42, über die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts neuangelegte Bahnhofstraße zum Belvedere wird einiges zu Brühler Hotels erläutern werden.

Treff: Comesstraße 42

Dauer: 1 1/2 Stunden   

Die großen Villen in Brühl

Ehemalige Landsitze der betuchten Kölner

Durch den Bau der Eisenbahnlinien 1844 setzte für Brühl eine neue Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs ein. Die Stadt wurde Ausflugsziel für die nähere Umgebung. Wohlhabende Kölner Kaufleute und Industrielle entdeckten die vornehme Wohnatmosphäre und errichten nördlich der Stadt in der Nähe zum Schloss großzügige Villen mit parkähnlichen Gärten. Brühl übernahm für einige Jahrzehnte die Rolle einer Villen- und Gartenstadt.

Treff: Comesstraße 39

Dauer: 1 1/2 Stunden   



Warum Denkmalbereich?

Nördliche Stadterweiterung des 19. Jahrhunderts

Im Zeitalter der Romantik entstand das malerische Sehen. Man sprach von Ensembles und beschrieb Häuser oder Orte immer im Zusammenhang mit der Umgebung. Das harmonische Bild der einzelnen Objekte (Haus, Baum, Straße) machte den Reiz aus. Eine Führung durch den Denkmalbereich, die nicht nur die Geschichte und den Denkmalschutz erläutert, sondern auch auf einzelne Personen, die hier einmal gelebt hatten, aufmerksam macht.

Treff: Volkshochschule, An der Synagoge 2

Dauer: 1 1/2 - 2 Stunden   


Der Stadtbaumeister
Josef Blied

Josef Blied (1877-1964) setzte die Tradition der alten Baumeister
fort. Seine Bauten waren und sind keine anonymen Kästen, sie sind Gesamtkunstwerke, bei denen die Entwurfsarbeit nicht an
der Fassade aufhört, sondern vielmehr in der Innenausstattung fortgesetzt wird.

Geprägt wurde der Baumeister durch das Brühl seiner Jugend,
mit Schloss Augustusburg und dem Ambiente einer Barockstadt.
Seine Vorliebe für den Barockstil ließ er in seine späteren
Entwürfe einfließen, er entwickelte daraus eine Architektur, ohne zu kopieren.

Treff: Mühlenstr. 53

Dauer: 1 1/2 Stunden   


Jugendstil in der Brühler Villenarchitektur

Die Epoche war kurz; sie währte keine zwanzig Jahre. In Deutschland wird diese Kunstrichtung (1890 -1905) "Jugendstil" nach dem Titel der Münchener Zeitschrift "Die Jugend" genannt. Der Jugendstil begann zuerst in der Grafik, sprang über auf Möbel und schließlich auch auf Fassaden. Jenseits des ornamentalen Stils in der Baukunst bildete sich ein neuer Sinn für das Flächige aus, er bahnte der Erneuerung der Architektur den Weg. Nicht nur in den Großstädten, auch in Brühl sind Tendenzen des Jugendstils aus dem Anfang des Jahrhunderts aufzuspüren.

Treff: Königstr. 3

Dauer: 1 - 1 1/2 Stunden